Essen bestellen in Graz: Die Lieferservices im Vergleich 2026
Foodora, Wolt, Lieferando, Velofood: Die vier wichtigsten Lieferdienste in Graz im Vergleich - mit Bestellwert, Liefergebühren, Auswahl und nachhaltigen Alternativen.
Lieferservice in Graz: Ein kurzer Marktüberblick
In Graz sind 2026 vier Plattformen für die Essenslieferung aktiv: Foodora, Wolt, Lieferando und Velofood. Foodora und Wolt sind Teil internationaler Konzerne (Foodora: Delivery Hero, Wolt: DoorDash), Lieferando gehört zur niederländischen Just-Eat-Gruppe, und Velofood ist ein Grazer Einzelunternehmen. Dazu kommen die Eigenlieferservices einzelner Restaurants (z.B. Pizzeria Santa Lucia, Pizzeria Roma, die bestimmte Bezirke direkt ausfahren).
Eine wichtige Entwicklung: In Österreich wurde 2023 der Lieferservice Mjam wieder in Foodora umbenannt, nachdem die Marke Foodora zwischenzeitlich 2019 in Mjam aufgegangen war. Heute ist der pinke Foodora-Markenauftritt in Graz wieder sichtbar, mit rund 600 Kurieren pro Stadt (2019er Stand) und Restaurants aus allen Kategorien. Der Grund für die erneute Umbenennung war laut brutkasten die europäische Markenstrategie von Delivery Hero, der die Marke Foodora jetzt pan-europäisch einheitlich auftreten lässt.
Foodora: Die breiteste Auswahl und längste Historie
Foodora Graz
Foodora hat in Graz die größte Restaurantauswahl aller Lieferplattformen. Auf der Website sind 2026 rund 400 bis 500 Lokale gelistet, von Pizzerien und asiatischen Küchen über Burger, Sushi und Salate bis hin zu Desserts und Supermarkt-Kooperationen. Die Lieferzeiten bewegen sich typischerweise zwischen 25 und 45 Minuten in der Innenstadt, am Stadtrand bis zu 60 Minuten. Der Mindestbestellwert hängt vom einzelnen Restaurant ab, liegt aber meistens zwischen 10 und 15 Euro.
Die Liefergebühr variiert je nach Distanz und Tageszeit, typischerweise zwischen 2,49 und 4,99 Euro. Foodora hat die breiteste Abdeckung aller Grazer Lieferdienste und ist in nahezu allen 17 Stadtbezirken verfügbar, auch am Stadtrand wie Mariatrost, Andritz, Straßgang und Puntigam. Die Kuriere kommen mit Fahrrad, E-Bike oder Auto, je nach Distanz und Wetter. Die App hat eine solide Tracking-Funktion, mit der die Fahrt des Kuriers in Echtzeit verfolgt werden kann.
Die Bezahlung läuft über Kreditkarte, Apple Pay, Google Pay oder PayPal; Bar-Zahlungen sind seit einigen Jahren nicht mehr möglich. Foodora akzeptiert zusätzlich Essensmarken von Anbietern wie Pluxee und Edenred - ein Pluspunkt für Arbeitnehmer mit Essensgutscheinen.
Wolt: Die modernere App und schnellere Lieferzeiten
Wolt Graz
Wolt ist seit Mai 2024 in Graz aktiv und hat sich als direkter Konkurrent zu Foodora positioniert. Die Plattform gehört zur amerikanischen DoorDash-Gruppe und bietet in Graz 2026 rund 300 bis 400 Restaurants an. Die Besonderheit ist das 30-Minuten-Versprechen für viele Restaurants in der Innenstadt - die Lieferzeiten sind im Schnitt etwas kürzer als bei Foodora, der Mindestbestellwert liegt meistens zwischen 12 und 18 Euro. Die Liefergebühr startet bei 1,90 Euro und kann bei Stoßzeiten auf 5,90 Euro steigen.
Unter den beliebten Wolt-Restaurants in Graz finden sich die Pizzeria Roma, Napo Pizza Napoletana, das indische Hathi Restaurant am Freiheitsplatz und zahlreiche asiatische Lokale wie City Wok oder King Tacos. Die App ist modern gestaltet und erlaubt das einfache Filtern nach Küche, Lieferzeit, Bewertung und Preis. Wolt bietet zusätzlich einen Abhol-Service für alle, die selbst fahren und Liefergebühren sparen wollen. Die Zahlung läuft ebenfalls über Kreditkarte, Apple Pay und Google Pay.
Lieferando: Klassiker mit breitem Netz
Lieferando Graz
Lieferando, Teil der niederländischen Just-Eat-Takeaway-Gruppe, ist in Graz seit über zehn Jahren aktiv. Die Plattform hat das dichteste Netz an klassischen Pizzerien und Kebap-Lokalen, weil viele ältere Grazer Betriebe Lieferando als ersten Partner genutzt haben, bevor Foodora und Wolt aktiv wurden. 2026 sind über 4.000 Restaurants und Geschäfte österreichweit gelistet, davon eine große Anzahl in Graz.
Der Mindestbestellwert ist bei Lieferando oft niedriger als bei den Konkurrenten (ab 8 bis 12 Euro), dafür sind die Liefergebühren je nach Restaurant sehr unterschiedlich - manche Lokale liefern gratis, andere verlangen 3,50 bis 5 Euro. Die Besonderheit: Bei Lieferando liefert oft das Restaurant selbst, nicht ein Plattform-Kurier. Das bedeutet kürzere Lieferzeiten bei Pizzerien mit eigenem Boten, aber auch größere Schwankungen zwischen verschiedenen Bestellungen. Die Bezahlung läuft über Kreditkarte, Online-Banking oder - bei einigen Restaurants - noch in bar bei der Lieferung.
Lieferando ist in Graz besonders beliebt bei Kunden, die klassisch Pizza, Döner oder Kebap bestellen. Die App ist funktional, wenn auch optisch weniger modern als Wolt oder Foodora.
Velofood: Der Grazer Fahrrad-Kurierdienst
Velofood Graz
Velofood wurde im Sommer 2016 in Graz gegründet und ist die einzige Lieferplattform, die ausschließlich Fahrräder einsetzt - keine Autos, keine Mopeds. Gründer Jonathan Stallegger hatte die Idee, einen nachhaltigen Lieferdienst aus Graz heraus zu starten. Das Konzept ist bis heute in Graz einzigartig: Kuriere fahren mit dem Rad, das Essen wird in biologisch abbaubarer Verpackung geliefert, die Partner-Restaurants sind auf rund 40 bis 60 ausgewählte Lokale beschränkt - keine Massenauswahl, sondern kuratiert.
Das Liefergebiet ist bewusst kleiner als bei den Konkurrenten: Velofood liefert innerhalb eines Radius von bis zu vier Kilometern um das jeweilige Restaurant. Das bedeutet, dass die Innenstadt-Bezirke (Innere Stadt, Gries, Lend, St. Leonhard, Jakomini, Geidorf) durchgehend versorgt werden, während Randbezirke wie Andritz, Straßgang oder Puntigam nur teilweise abgedeckt sind. Der Mindestbestellwert errechnet sich nach Distanz ab 14 Euro pro Bestellung; die Liefergebühr liegt bei rund 3,90 bis 4,90 Euro, je nach Entfernung.
Velofood ist gemeinnützig ausgerichtet: Ein Teil des Gewinns wird an Projekte gegen Hunger und für den Umweltschutz gespendet. Die Partner-Restaurants verpflichten sich, für Velofood-Lieferungen komplett auf biologisch abbaubare Verpackung umzustellen. Im Graz-Vergleich ist Velofood die kleinste, aber auch die transparenteste und lokalste Plattform - wer bewusst einen nachhaltigen Lieferdienst wählen möchte, ist hier richtig. Kunden mit Spark7-Sparkassen-Karte bekommen bei Velofood zusätzlich Rabatte, ebenso Pluxee- und Edenred-Nutzer.
Die Restaurants: Was in Graz über die Plattformen bestellbar ist
Die wichtigsten Grazer Restaurants sind auf mehreren Plattformen gleichzeitig vertreten. Die Burger Factory zum Beispiel liefert über Velofood, Foodora und Wolt; die Napo Pizza Napoletana über Foodora, Wolt und Velofood; Freigeist und L'Osteria ebenfalls über mehrere Plattformen. Einzelne kleinere Betriebe wie die Pizzeria Santa Lucia am Lendplatz nutzen meist Lieferando und fahren zusätzlich selbst aus, während neue oder Trend-Lokale wie Pizzata oder Die Eisperle zunächst nur über Velofood oder die eigene Website bestellbar sind.
Eine wichtige Faustregel: Wer spezifische Gerichte sucht, vergleicht am besten die Speisekarte auf der Plattform mit der des Restaurants selbst. Gelegentlich sind einzelne Menüpunkte (z.B. sehr aufwendige Gerichte oder Gerichte mit Mitnahme-Problemen) nur im Lokal erhältlich und nicht per Lieferung. Die Preise auf den Plattformen liegen bei den meisten Restaurants 5 bis 15 Prozent höher als im Lokal - die Differenz deckt die Provisionskosten der Plattform ab.
Liefergebühren, Mindestbestellwert und Trinkgeld
Die Gesamtkosten für eine Bestellung in Graz setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen: dem Menüpreis (meist 5 bis 15 Prozent über dem Restaurantpreis), der Liefergebühr (1,90 bis 5,90 Euro), eventuell einer Servicegebühr (0,49 bis 1,49 Euro) und dem Trinkgeld. Für eine typische Bestellung von zwei Pizzen plus Getränk kommen Sie 2026 auf rund 28 bis 40 Euro inklusive aller Gebühren. Bei Gruppenbestellungen von vier Personen sind 60 bis 90 Euro realistisch.
Mindestbestellwerte sind bei allen vier Plattformen je nach Restaurant unterschiedlich: Lieferando ist oft am günstigsten (ab 8 Euro), Foodora im Mittel (10 bis 15 Euro), Wolt und Velofood sind meist am höchsten (12 bis 18 Euro). Wer nicht den Mindestwert erreicht, zahlt in der Regel einen kleinen Zuschlag oder muss nachbestellen. Trinkgeld ist bei den Plattformen optional, wird aber ausdrücklich erbeten - zwischen 1 und 3 Euro sind üblich, die Zahlung erfolgt direkt in der App.
Zeitliche und geografische Verfügbarkeit
Die Lieferzeiten in Graz hängen vor allem von drei Faktoren ab: Entfernung, Wetterlage und Tageszeit. Am Freitag- und Samstagabend zwischen 18:30 und 21:00 sind die Lieferzeiten typischerweise 20 bis 30 Minuten länger als außerhalb dieser Zeiten, weil die Kuriere überlastet sind und mehrere Bestellungen gleichzeitig ausfahren. An Regentagen werden die Zeiten zusätzlich länger. Wer pünktlich essen will, bestellt am besten mit Vorlauf - die meisten Plattformen erlauben Vorbestellungen bis zu 24 Stunden im Voraus.
Geografisch sind die Grazer Lieferdienste nicht gleich verteilt: Foodora und Wolt decken das gesamte Stadtgebiet ab, Lieferando ist in den meisten Bezirken aktiv, Velofood beschränkt sich auf einen Vier-Kilometer-Radius um die Partner-Restaurants (was in der Praxis bedeutet: Innenstadt und angrenzende Bezirke). Wer am Stadtrand wohnt (Andritz, Mariatrost, Straßgang, Puntigam), sollte vor der Bestellung den Servicebereich in der App prüfen - nicht jeder Bezirk hat 2026 dieselbe Auswahl wie die Innere Stadt.
Welche Plattform für welchen Zweck?
Für maximale Auswahl und Flexibilität ist Foodora die erste Wahl. Wer die modernste App, schnelle Lieferzeiten und eine saubere Nutzerführung sucht, geht zu Wolt. Wer einen klassischen Pizza-Lieferservice braucht und gerne mit dem Restaurant direkt kommuniziert, nutzt Lieferando. Und wer nachhaltig bestellen möchte - Fahrradlieferung, Bio-Verpackung, Grazer Unternehmen, sozial engagiert - ist bei Velofood richtig. Die Auswahl dort ist kleiner, die Preise marginal höher, aber das Konzept ist in Graz in dieser Form einzigartig.
Für Familien mit regelmäßigen Bestellungen lohnt sich der Vergleich: Wer fünfmal pro Woche bestellt, kann über die Plattformwahl 30 bis 50 Euro pro Monat sparen, weil die Liefergebühren, Mindestbestellwerte und Promotionen sich deutlich unterscheiden. Mehrere Plattformen bieten Abonnement-Modelle an (Foodora PRO, Wolt+), die Liefergebühren pauschal reduzieren und sich für Vielbesteller ab etwa acht Bestellungen pro Monat lohnen.
Direktbestellung beim Restaurant: Eine Alternative
Viele Grazer Restaurants bieten zusätzlich zum Plattform-Vertrieb einen eigenen Abhol- oder Lieferservice an. Die Burger Factory, Napo Pizza Napoletana, Pizzeria Roma, Pizzeria Santa Lucia und einige Sushi-Lokale haben eigene Websites mit Online-Bestellung oder nehmen Telefonbestellungen entgegen. Der Vorteil: Die Preise sind wie im Lokal, es fallen keine Plattformgebühren an, und die Bestellung kommt oft in 20 bis 30 Minuten an (wenn das Lokal selbst ausfährt). Der Nachteil: Der Aufwand, die Restaurant-Website oder Telefonnummer zu finden, ist höher, und es gibt keine zentrale Sammelbestellung, wenn Sie Essen von verschiedenen Restaurants gleichzeitig wollen.
Die Kombination aus Plattform-Bestellung für Abwechslung und Direktbestellung beim Lieblingsrestaurant ist für die meisten Grazer die effizienteste Variante. Wer regelmäßig bei derselben Pizzeria bestellt, spart mit der Direktbestellung pro Monat 15 bis 30 Euro; wer spontan ein neues Restaurant ausprobieren will, nutzt die Plattformen. Die Grazer Lieferservice-Landschaft ist 2026 damit vielfältig genug, um für jede Anforderung die passende Lösung bereitzuhalten.